SEO sorgt dafür, dass Sie bei Google in der Trefferliste auftauchen. GEO sorgt dafür, dass eine KI Sie überhaupt nennt, wenn jemand nach einer Empfehlung fragt. Beides ist verwandt, aber nicht dasselbe, und eine Webseite, die nur für Menschen geschrieben ist, reicht für keins von beidem mehr allein.
Wenn ich mit Unternehmern spreche, frage ich meistens zuerst: „Woher kommen Ihre Kunden heute?“ Die Antwort ist fast immer dieselbe: Mundpropaganda oder Google. Dann frage ich weiter: „Und woher kommen Ihre Kunden von morgen?“ Die meisten zögern kurz und sagen dann: „Ich glaube ehrlich gesagt nicht mehr nur von Google.“ Genau das stimmt. Denn Sichtbarkeit verschiebt sich gerade. Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern eine KI: ChatGPT, die von Google selbst eingebaute KI-Antwort, Perplexity oder Copilot.
Und dann kommt der Satz, an dem ich die meisten Gespräche ausbremsen muss: „Dann ist meine Webseite doch gut aufgestellt: da steht doch alles über mich drin.“ Genau da liegt der Denkfehler. Auf Ihrer Webseite steht, was Sie selbst für wichtig halten. Das sehen und verstehen aber nur Sie, oder ein Mensch, der zufällig direkt auf Ihrer Seite landet. Eine KI liest Ihre Seite nicht wie ein Kunde. Sie sucht nach eindeutigen, technisch auslesbaren Fakten, und wenn sie die nicht klar genug findet, nennt sie lieber einen anderen Anbieter, statt zu raten.
Ich beziehe mich an dieser Stelle gerne auf Philipp Klöckner, bekannt als „Pip“, Co-Host des Podcasts Doppelgänger Tech Talk und für mich so etwas wie ein KI-Philosoph. Sein Prinzip lässt sich so zusammenfassen: Er liest die komplizierten, technischen Entwicklungen rund um KI und ordnet sie für sein Publikum so ein, dass es sie nicht mehr selbst lesen muss. Genau das macht eine generative KI heute mit Ihrer Webseite: Sie liest sie stellvertretend für den Kunden und fasst zusammen, was sie dort findet. Der Kunde selbst liest Ihre Seite oft gar nicht mehr direkt.
Der Unterschied ist nur: Ein Mensch wie Pip ordnet bewusst ein und gewichtet. Eine KI tut das auf Basis dessen, was sie technisch verlässlich herauslesen kann: klare Fakten, eindeutige Aussagen, sauber ausgezeichnete Daten (strukturierte Daten nach Schema.org, konsistente Angaben über mehrere Quellen hinweg). Fehlt das, hat die KI schlicht nichts Zitierfähiges gefunden und lässt Ihr Unternehmen bei der Empfehlung einfach weg, ganz gleich wie gut Ihr Text gemeint war.
| Kriterium | SEO: Google & Co. | GEO: ChatGPT & Co. |
|---|---|---|
| Ziel | Weit oben in der Trefferliste stehen | Als Antwort genannt und zitiert werden |
| Ergebnis für den Nutzer | Liste mit mehreren Links zum Anklicken | Eine zusammengefasste Antwort, oft ohne Klick |
| Was zählt | Keywords, Backlinks, technische Struktur | Klare Fakten, Quellen, eindeutige Aussagen |
| Erfolg zeigt sich an | Ranking-Position, Klicks, Sichtbarkeit in der Liste | Ob die KI Sie überhaupt nennt |
| Beispiel-Plattformen | Google, Bing | ChatGPT, Google KI-Übersicht, Perplexity, Copilot |
Wie GEO im Detail funktioniert und warum gerade im Oberbergischen kaum ein Betrieb heute schon darauf achtet, erkläre ich ausführlich in meinem Grundlagen-Artikel:
Ja, unbedingt. GEO ersetzt SEO nicht, sondern setzt es voraus. Webseiten, die bei Google schlecht ranken, werden auch von KI-Systemen seltener als Quelle zitiert. Die Grundlage bleibt dieselbe: eine technisch saubere, inhaltlich klare Webseite. GEO kommt als zusätzliche Ebene obendrauf: Ihre Inhalte müssen nicht nur für Google auffindbar sein, sondern für eine KI auch eindeutig genug, um als Antwort übernommen zu werden. Wer eine Strategie gegen die andere ausspielt, verliert auf beiden Seiten.
Nein, das ist der häufigste Irrtum, den ich in Gesprächen erlebe. Auf Ihrer Webseite steht meist, was Sie selbst für wichtig halten, oft ohne klare Struktur. Das lesen und verstehen Menschen, die direkt auf Ihrer Seite landen. Eine KI liest Ihre Seite aber nicht wie ein Mensch: Sie sucht nach eindeutigen, technisch auslesbaren Fakten: Schema-Daten, klare Aussagen, konsistente Angaben über mehrere Quellen hinweg. Findet sie die nicht, zitiert sie Sie einfach nicht, egal wie gut Ihr Text gemeint ist.
Am einfachsten, indem Sie es selbst ausprobieren: Fragen Sie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Antwort in Google direkt nach einem Anbieter für Ihre Leistung in Ihrer Region. Wird Ihr Unternehmen genannt: gut. Wird ein anderer genannt oder gar keiner, dann fehlt entweder die technische Grundlage oder die Substanz im Netz, die eine KI braucht, um Sie zu empfehlen. Genau diesen Check mache ich bei jedem kostenlosen Sichtbarkeits-Check.
Nein. Dass Menschen KI statt Google fragen, nimmt weiter zu, nicht ab. Was sich noch ändert, sind die genauen Techniken, nicht die Richtung. Ich baue deshalb nichts auf kurzfristige Tricks: klare Fakten auf der Seite, eine saubere technische Struktur, echte Substanz statt Behauptungen. Das funktioniert bei Google genauso wie bei einer KI.
Ich prüfe, wie sichtbar Sie heute bei Google und bei KI-Systemen sind, und zeige Ihnen, wo Ihr Vorsprung liegt, solange ihn die Konkurrenz noch nicht nutzt.
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